Die Bunte Villa

Hier fühlen sich Ihre Kinder garantiert wohl

Unser Konzept

 

Konzeption der Großraumtagespflegestelle “Die Bunte Villa“

Die „Bunte Villa“ ist ein Kindertagespflegestützpunkt der Stadt Viersen. In Kooperation mit dem LVR wurde sie am 01.11.2013 eröffnet. Hier betreuen wir max. 9 Kinder im Alter von etwa einem halben Jahr bis zum Kindergarteneintritt. Die Vermittlung der Betreuungsplätze liegt in der Verantwortung des städtischen Jugendamtes. Kinder von Mitarbeitern des LVR finden abhängig vom Platzkontingent besondere Berücksichtigung.

Der Name des Tagespflegestützpunktes ist angelehnt an die Geschichte einer bekannten Kinderbuchautorin. Bei einer Gesamtfläche von 130qm haben die Kinder entsprechend viele Möglichkeiten sich in der Villa zu entfalten. Bei schönem Wetter steht uns ein großes Außengelände zur Verfügung. 


Unser Bild vom Kind

„Hilf mir, es selbst zu tun“. (Montessori)

Wesentlich ist, dass das Kind möglichst viele Dinge selbst entdeckt. Wenn wir ihm bei der Lösung aller Aufgaben behilflich sind, berauben wir diesem gerade dessen, was für seine geistige Entwicklung das Wichtigste ist.

„Ein Kind, das durch selbstständige Experimente etwas erreicht, erwirbt ein ganz andersartiges Wissen als eines welches die Lösung fertig geboten bekommt“. (Emmi Pikler)

Diese zwei Ansätze sind unsere Grundpfeiler aus der dir Kinder Selbstbewusstsein, Selbstständigkeit und Stärke beziehen.

Wir verstehen Erziehung als Wegbereiter für das Leben und nicht als eng ausgelegte Vorbereitung auf die Schule!

Wir begegnen den Kindern mit Liebe, Achtung und Respekt. Es ist wichtig sich ihnen einfühlsam zu zuwenden und zu unterstützen. Um sich positiv zu entfalten brauchen sie Geborgenheit und eine sichere Bindung in einer vertrauten Umgebung.

Um den Anforderungen ihres zukünftigen Lebens gewachsen zu sein, sollen sie Freude am Leben haben.

Hierfür geben wir unser Bestes! 


Erzieherische Leitziele

Wir sehen unsere Arbeit mit den Kindern als familienergänzend.

Die Kleinen sollen bei uns, sowie bei Ihnen Zuhause merken, dass wir einer Meinung sind und uns über gewisse Grundlagen einig sind.

Wir fördern die Kinder in der Entwicklung ihres Selbstbewusstseins, indem wir sie achten und als vollwertige Menschen sehen. Wir unterstützen sie dabei auf ihre eigenen Bedürfnisse zu achten, indem sie lernen sich mitzuteilen und wir ihnen Freiraum für eigene Entscheidungen geben.

Durch Anerkennung unterstützen wir ihr Vertrauen in das eigene Handeln, wie z.B. sich selbst anzuziehen oder auszuziehen. So wächst der Mut noch mehr zu wagen. Bei gemeinschaftlichen Spielaktionen wie Singen und Tanzen haben die Kinder Spaß und nehmen sich als Gruppe wahr.

Wir möchten den Kindern Werte näher bringen, die für unsere Gruppe wichtig sind:

·       Wir gehen freundlich miteinander um

·       Wir fügen niemanden Schaden zu

·       Niemand wird ausgeschlossen

Wichtig ist uns, dass die Kinder lernen mit ihrer Umwelt zu kommunizieren.

Nur so können Konflikte gelöst und Kompromisse geschlossen werden. Wir möchten den kleinen Forschern zur Seite stehen und ihnen ein anregendes Umfeld bieten, in welchem sie mit allen Sinnen die Welt „begreifen“ können.

Spielen hat für Kinder eine große Bedeutung. Im freien Spiel entscheiden sie selber was, wann und mit wem sie spielen möchten. Kinder machen untereinander Erfahrungen, die sie mit Erwachsenen nicht machen können.

Spielen ist ganzheitliches Lernen in allen Bildungsbereichen. 

 


Schwerpunkte:

 

·       Sprachentwicklung

Mit den Kindern reden ist ein wichtiger Aspekt in der Sprachförderung. Mit Hilfe von z.B. Liedern, Reimen, Fingerspielen und Bilderbüchern unterstützen wir die Freude am Sprechen.

Die Kinder lernen, dass Wünsche und Gefühle so einfacher übermittelt werden können.

 

·       Bewegung

Bewegung ist ein natürliches Bedürfnis von Kindern. Sie lernen ihren Körper mit seinen Stärken, Schwächen und Grenzen kennen. Die Freude daran ist die Grundlage für die körperliche Entwicklung sowie für ein positives Selbstwertgefühl. Das Spielen im Garten, die Ausflüge auf den Spielplatz oder zum Spielgruppentreff bieten den Kindern vielfältige Bewegungsmöglichkeiten.  Drinnen machen wir Bewegungsspiele, turnen im Bewegungsraum oder Spiele beispielsweise mit Bällen.

Kinder sind von Natur aus neugierig und wollen die Welt entdecken. Sie sind leicht zu begeistern. Dieses natürliche Bestreben nennt man Selbstbildung. Wir können unterstützend wirken, indem wir Raum dafür schaffen.

 

·       Kreativität

In kreativen Prozessen können die Kinder die Erfahrungen machen, dass sie etwas erschaffen und verändern können. Im Bastelzimmer haben die Kinder die Möglichkeit sich auszuprobieren. Zudem sind wir gemeinsam kreativ, erschaffen persönliche Kunstwerke und tasten uns an verschiedene Materialien wir Sand, Schaum oder Kleister heran. Hierbei steht nicht das Produkt, sondern die Erfahrung mit dem Material im Vordergrund.

 

·       Natur

Wir entdecken die Natur zu allen Jahreszeiten. Durch Pfützen springen, mit Stöcken durch den Wald streichen oder Kastanien sammeln. Die Natur bietet viele Möglichkeiten die wir gerne wahrnehmen. 



Entwicklungsdokumentation


Die Entwicklung eines jeden Kindes dokumentieren wir mit Hilfe von Beobachtungsbögen und den darauf basierenden Berichten. Dazu nutzen wir unterstützend die „Entwicklungsschnecke“ von Kornelia Schlaaf-Kirschner. Sie besteht aus Bildungsbereichen, die in mehrere Punkte untergliedert ist.


Die Bereiche:               Denken

                                  Hören, Sehen, Verstehen

                                  Sprechen

                                  Bewegung, Geschicklichkeit

                                  Körperkontrolle

                                  Emotionalität, soziales Miteinander


werden ich Schneckenform bildlich dargestellt.

In regelmäßig stattfindenden Gesprächen werden die Eltern u.a. anhand dieser Dokumentation über unsere objektiven Beobachtungen informiert. 


 
Exemplarischer Tagesablauf


      7:00 Uhr – 8:00 Uhr

·       Das Haus wird für den Tag vorbereitet

·       Zubereitung des täglichen Frühstücks  und Vorbereitung des Mittagessens

·       Die Kinder kommen bis 8:00 Uhr in der Villa an

·       Absprachen mit Eltern / Tür- und Angelgespräch 

      ( Für ein ausführliches Gespräch machen wir gerne  Termine aus)

 

8:00 Uhr- 9:00 Uhr

·       Gemeinsames Frühstück

·       Wir beenden das Frühstück mit einem Begrüßungslied

·       Wickelzeit

 

9:00 Uhr-11:00 Uhr

·       Projekte und Aktionen werden angeboten

·       Zeit für Freispiel in allen Funktionsräumen

·       Zwischenmahlzeit: Obst und Getränke

·       Fertigstellung des Mittagessens

·       Vor dem Mittagessen kurzer Gesang

 

11:00 Uhr-12:00 Uhr

·       Zusammen mit den Kindern wird aufgeräumt

·       Der Schlafraum wird vorbereitet

·       Gemeinsames Singen und Kreisspiele

·       Gemeinsames Mittagessen

·       Wickelzeit

·       Zähneputzen

·       „Bettfertig“ machen 


12:00 Uhr-14:00 Uhr

·       Mittagsruhe: Alle Kinder legen sich gemeinsam mit den Pflegekräften hin

·       Kinder die keinen Mittagsschlaf machen, werden in dieser Zeit ruhig beschäftigt

 

14:00 Uhr-16:00 Uhr

·       Impulse, Freispiel, drinnen oder draußen

·       Nachmittagssnack in der Küche oder im Garten

·       Abholzeit

 

16:00 Uhr-16:30 Uhr

·       Abholzeit

·       Erneute Tür-und Angelgespräche

·       Aufräumen und schließen der Räume


Kleidung  und andere Utensilien

Grundsätzlich sollte ihr Kind Kleidung tragen, die schmutzig werden darf, damit es ganz Kind sein und frei spielen kann.

Die Sachen sollten die Bewegungsfreiheit nicht einschränken und ältere Kinder nicht daran hindern selbstständig zur Toilette zu gehen.

Folgende Dinge sollten bei uns hinterlegt werden:

·       Ein kompletter Satz Wechselwäsche ( Der Saison angepasst)

·       Hausschuhe

·       Gummistiefel

·       Matschhose

·       Regenjacke

·       Sonnenhut, Sonnencreme, Badehose

·       Windeln

·       Schlafsack

·       Kuscheltier

·       Kleines Fotobuch gegen Heimweh



Ernährung
 

Die Mahlzeiten nehmen wir als gemeinschaftliches Ritual am Tisch ein.

Am Morgen steht das Essen auf dem Tisch, so dass die Kinder die Möglichkeit haben, es sich selbstständig auf den Teller zu tun. So entscheiden sie wieviel sie essen möchten und bekommen das Essen nicht vorgesetzt. Das Einschätzen von Mengen lernen sie dabei ebenfalls, wobei das erst an zweiter Stelle steht, nach der Unterstützung der Freude an der Selbstständigkeit.

Mittags portionieren wir die Mahlzeiten. Kleine Mengen sollen den Kindern die Angst nehmen „ sie müssten alles essen“.

Wir drängen kein Kind zum Essen und respektieren, wenn sie satt sind. Wir möchten aber dass Alles probiert wird, um sich eine Meinung darüber bilden zu können.

Eine ausgewogene, abwechslungsreiche und vollwertige Ernährung ist für die gesunde Entwicklung sehr wichtig. Die Mahlzeiten werden täglich frisch zubereitet. Beim Einkauf der Lebensmittel achten wir auf eine gute Qualität. Täglich gibt es zu den Mahlzeiten oder dazwischen Rohkost, Obst und Zwieback. Als Getränk steht stilles Wasser jederzeit zur Verfügung.

Süßigkeiten und Kuchen wird es im Alltag nicht geben. Nur zu Feierlichkeiten wie Geburtstage, Ostern, Nikolaus und Weihnachten gibt es Ausnahmen.

Als Grundlage orientieren wir uns am Konzept der optimierten Mischkost (Optimix) des Forschungsinstituts für Kinderernährung. Bei der Planung der Mahlzeiten richten wir uns nach dem empfohlenen Mengenverhältnissen der unterschiedlichen Lebensmittelgruppen:

·       Pflanzliche Lebensmittel: reichlich

·       Tierische Lebensmittel   : mäßig

·       Fett- und zuckerhaltige Lebensmittel: sparsam  


Gesundheit und Hygiene

Außer einer gesunden Ernährung gibt es noch weitere Faktoren die wir berücksichtigen, um die Gesundgeit der Kinder zu stärken und eine gesunde Entwicklung zu fördern.

Dazu gehören:

·       Ausreichend Bewegung und genügend Ruhephasen

·       Viel frische Luft

·       Regelmäßiges Händewaschen

Die Räumlichkeiten der Kindertagespflege sind rauchfreie Zonen. Auch das Außengelände.

Im Haus sowie draußen sind wir bemüht die Kinder klimagerecht zu kleiden.

Die Räumlichkeiten werden täglich gereinigt. Die Bettwäsche wird monatlich gewechselt. Der gesamte Innenbereich ist „ Hausschuh-oder Rutschsockenzone“! 


Sicherheit

Damit die Kinder sich bei uns sicher bewegen können haben wir alle notwenigen Sicherheitsvorkehrungen getroffen.

Dazu gehören u.a. gesicherte Steckdosen,  feststehende Regale und Schränke sowie Klemmschutz an den Türen. Weder drinnen noch draußen gibt es giftige Pflanzen.

Putzmittel werden für  die Kinder nicht erreichbar aufbewahrt.

Im Wohnraum gibt es keine Stufen. An ein sicheres Verhalten außerhalb der Wohnräume führen wir die Kinder dem Alter entsprechend heran. Es gibt klare Regeln, wie wir uns Verhalten. Wir gehen mit  gutem Beispiel voran.

Die Bekleidung der Kinder sollte ohne Fransen, Schlaufen, zu weiten Ärmeln oder Beinkleidern sein. Verzichten Sie bitte auf Schmuck und zu kleinen Haarschmuck. Kleinteile können verschluckt werden. Schlaufen, Halstücher und Ketten können beim Spiel evtl. zu Strangulierungen führen.

Bitte achten Sie darauf, dass ihr Kind Impfschutz hat. Dafür brauchen wir auch einen Beleg. 


Formen der Elternarbeit

Eine gute Zusammenarbeit zwischen Ihnen als Eltern und  uns ist die Voraussetzung für das Gelingen unseres gemeinsamen Ziels, das Wohl Ihres Kindes.

Wir verstehen unsere Zusammenarbeit als ein partnerschaftliches Verhältnis, auf der Basis von Respekt, Ehrlichkeit und Verbindlichkeit in Bezug auf getroffenen Absprachen.

Wir sind auf Sie als „Experten“ für Ihr Kind angewiesen, um es kennenzulernen und seine Verhaltensweise zu verstehen. Es ist sehr wichtig, dass wir uns beim Bringen und Abholen der Kinder täglich kurz über aktuelle Informationen austauschen. Gerne stehen wir Ihnen in regelmäßigen Abständen, oder bei Bedarf auch zu einem längeren Gespräch nach Terminabsprache zur Verfügung.

Um Konflikten und Missverständnissen vorzubeugen, bitten wir Sie uns sofort anzusprechen.


Die Eingewöhnung

Der Beginn der Betreuung außerhalb der eigenen Familie ist für ein Kind und seine Eltern eine große Herausforderung und mit ernstzunehmenden Trennungs-und Verlustängsten verbunden.

Sie als Elternteil spielen eine wichtige Rolle. Unter Ihrem Schutz ist es dem Kind möglich mit der neuen Umgebung vertraut zu werden und eine Bindung zu uns aufzubauen. Diese Zeit nennt man „ Eingewöhnungsphase“.

Die Dauer der Eingewöhnung nach dem Berliner Modell, hängt vom Alter, der Persönlichkeit und den bereits gemachten Erfahrungen des Kindes ab.

Eine „problemlose“ Eingewöhnung dauert etwa drei Wochen. Bitte haben Sie Verständnis und planen Sie es ein, wenn Ihr Kind länger braucht. Wir alle profitieren davon, wenn Ihr Kind in der Zukunft gerne zu uns kommt und sich nicht jeden Morgen erneut mit Verlustängsten quält.

 

Ablauf der Eingewöhnung

In den ersten drei Tagen bleiben Sie gemeinsam mit Ihrem Kind für ca. eine Stunde in der Tagespflegestelle. Es findet KEINE Trennung statt.

Sie unterstützen Ihr Kind, indem Sie folgendes beachten:

·       Sie setzen sich in ein gemütliches Eckchen und verhalten sich passiv

·       Auf Annäherungen oder Blickkontakt reagieren Sie positiv, nehmen aber von sich aus keinen Kontakt auf

·       Drängen Sie ihr Kind nicht sich von Ihnen zu entfernen

·       Wenn Sie den Raum verlassen möchten lassen Sie zu, dass Ihr Kind Ihnen evtl. folgen wird

·       Versuchen Sie sich nicht mit anderen Dingen oder Kindern zu beschäftigen

·       Sie geben Ihrem Kind Sicherheit!

Am vierten Tag, es sei denn, es ist ein Montag, findet die erste Trennung statt. Einige Minuten nach der Ankunft verabschieden Sie sich von Ihrem Kind und verlassen den Raum, bleiben jedoch in der Nähe. Nach 30 Minuten kehren Sie zurück. Die Zeit der Trennung wird nun in den nächsten Tagen stufenweise ausgedehnt. Sollte Ihr Kind bei den ersten Trennungsversuchen jedoch untröstlich sein, brechen wir sofort ab und wir holen Sie zurück. Der nächste Trennungsversuch findet dann nach einigen Tagen erneut statt.

In dieser Zeit wird Ihr Kind die Tagespflegestelle nur halbtags besuchen. Sie müssen jederzeit im Notfall erreichbar sein. Während der Eingewöhnung müssen Sie als Eltern lernen, sich von Ihrem Kind stundenweise zu verabschieden. Für das Kind ist es sehr wichtig, das Sie uns vertrauen. Daher sollten Sie sich immer freundlich und positiv verabschieden. Die Eingewöhnungsphase ist abgeschlossen, wenn sich Ihr Kind von uns trösten lässt.

Das ist das Zeichen dafür, dass Ihr Kind uns als sichere Basis akzeptiert und eine Beziehung zu uns aufgebaut hat.

Trotzdem kann es sein, dass Ihr Kind bei Ihren Weggang protestiert und weint. Es zeigt ein ganz natürliches Verhalten.

Da es inzwischen aber eine Bindung zu uns aufgebaut hat, wird es sich schnell trösten lassen und danach fröhlich spielen. Auf jeden Fall sollten Sie niemals fortgehen, ohne sich zu verabschieden. Dies  ist sehr wichtig um dem Kind Sicherheit und Zuverlässigkeit zu vermitteln.

Hilfreich sind das Lieblingskuscheltier und ein Fotobuch  der Familie, um ihm eine Brücke zu bauen.


Fachlicher Austausch und Vernetzung

Einmal im Monat treffen wir uns mit anderen Tagespflegepersonen, um uns auszutauschen, zu informieren und zu beraten. Mindestens zweimal im Jahr nehmen wir an einer fachlichen Fortbildung teil.

Fachliche Beratung und professionelle Unterstützung bekommen Sie als Eltern und wir als Tagespflegepersonal bei den Mitarbeitern vom Jugendamt Viersen.

Frau Heck: Zuständig für Viersen

Frau Wilms: Zuständig für Süchteln


Wir freuen uns auf die gemeinsame Zeit.

Ute Schwichtenberg und Steffi Telge